Matratzen werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Diese sind nicht genormt, sondern streng genommen in das Belieben der Produzenten gestellt. Diese bieten in aller Regel zwei bis drei Stufen an, nämlich - Härtegrad 1 = weich
- Härtegrad 2 = mittel
- Härtegrad 3 = hart
Für die Auswahl der richtigen Matratzenhärte wird meist das Körpergewicht des Kunden heran gezogen: - Härtegrad 1 für Personen bis 60 kg Körpergewicht
- Härtegrad 2 für Personen bis 80 kg Körpergewicht,
- Härtegrad 3 für Personen über 80 kg Körpergewicht.
Diese grobe Faustregel wird den Bedürfnissen des Kunden oft nicht gerecht, denn Körperform, Körpergröße, Alter, Gesundheitszustand und Lebens-/Schlafgewohnheiten sowie besonders die Wahl des Matratzentyps spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine ausführliche Beratung können Sie von unserem Fachpersonal erhalten. Klar falsch ist die leider noch immer populäre, sogar von einigen Ärzten und Physiotherapeuten vertretene Auffassung, dass hartes Liegen gesund sei. Sie rührt noch aus der Zeit, als Schaummatratzen auf Drahtgeflechten (vergleichbar Feldbetten) den „Komfort einer Hängematte“ boten. Hartes Liegen kann gelegentlich bei akuten Bandscheibenvorfällen tatsächlich hilfreich sein, ist aber ansonsten nur für Menschen mit sehr gutem Bindegewebe (aktive Sportler) zuträglich. Matratzen sollen in Verbindung mit den dafür geeigneten Lattenrosten die Regeneration des Körpers unterstützen. Dies geschieht am Besten dadurch, dass die Wirbelsäule die ihr von Natur aus gegebene Doppel-S-Form einnehmen kann und zwischen Kopf und Steißbein eine durchgängig gerade Linie bildet. Vor allem bei Seitenschläfern muss dem entsprechend die Schulter und das Becken so tief in die Matratze einsinken können, damit diese gerade Linie von allein entsteht. Die Höhe der Matratze spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Je höher sie ist, desto eher kann sie Stauchungen vermeiden, die entstehen, wenn die Matratzenfüllung dem Druck des darauf liegenden Körpers nicht mehr nachgeben kann. 16 cm Höhe und mehr dürfen es schon sein, auch wenn die Optik des Schlafzimmers darunter leiden sollte. |